Liberalisierung kontra Grundversorgung auf dem Strommarkt

Seit der Liberalisierung des Strommarktes hat sich das Verhalten der Verbraucher grundlegend verändert. Längst bleiben sie nicht mehr so unkritisch ihrem Grundversorger treu, wie dies in der Vergangenheit notgedrungen der Fall war. Damals bestimmte jeder Konzern und jedes Stadtwerk seinen Preis selbst und die Kunden waren auf deren moderate Preisgestaltung angewiesen.

Heute befindet sich auch dieser Markt in einem harten Wettbewerb und ein Stromvergleich der Stromanbieter lohnt sich. Obwohl viele Statistiken besagen, dass viele Verbraucher auch heute noch ihren Strom zu teuer beziehen – den günstigen Anbietern gehört die Zukunft.

Wer kennt sich aus beim Stromvergleich der Stromanbieter?

Derzeit tummeln sich mehr als 200 Anbieter auf dem Strommarkt. Teils sind dies die Energieerzeuger selbst, zu denen die drei größten Stromkonzerne gehören. Viele kleinere Anbieter haben sich diesen Konzernen angeschlossen und betreiben mit dem Weiterverkauf von Elektroenergie ihr Geschäft. Manche beziehen ihren Strom jedoch auch unabhängig und europaweit unabhängig von diesen Konzernen. Diese Tatsache hat zu einer unübersichtlichen Vielfalt in der Preispolitik der Anbieter geführt.

Keinem Kunden wird es gelingen, durch Selbstinitiative und eigener Anfrage bei mehreren Anbietern den an seinem Wohnort günstigsten Preis zu ermitteln. Vielmehr lohnt sich der Preisvergleich über eines der zahlreichen Internetportale.

Wie vollzieht sich der Preisvergleich der Stromanbieter?

Die Suchmasken der großen Stromvergleichsportale sind sehr übersichtlich gestaltet. Wer Interesse an einem Anbieterwechsel hat, muss lediglich seine Postleitzahl, seinen durchschnittlichen Stromverbrauch pro Jahr und den bisherigen Versorger eintragen. Ohne Zeitverzug bekommt er sofort alle Anbieter mit ihrem Preis angezeigt, die auf diesem Vergleichsportal gelistet sind.

Zusätzlich sagen diese Werte aus, welchen jährlichen Geldbetrag er beim Wechsel zu einem anderen Anbieter einspart. Hier beginnen jedoch die Fallstricke. Sogar eines der größten Vergleichsportale zieht zum Preisvergleich mit dem bisherigen Versorger falsche Zahlen heran. Kontrolle und Nachkalkulieren sind deshalb wichtig, um ein reelles Ergebnis zu erzielen.

Stromvergleich mit Kundenboni und Kautionen der Stromanbieter

Die Mehrzahl der Stromanbieter auf diesen Vergleichportalen honoriert das Vertrauen eines Neukunden mit einem Sofortbonus oder einem Bonus, der mit der ersten Jahresrechnung verrechnet wird. Achtung! Vom aufgezeigten Angebotspreis sind diese Boni bereits abgezogen. Er bezieht sich immer lediglich auf das erste Jahr des Vertrages. Bei zweijähriger Laufzeit bedeutet dies, dass der Kunde im zweiten Jahr mehr bezahlen muss und hier lohnt sich ebenfalls die Nachkalkulation.

Experten haben sich deshalb auf das „Wechselhopping“ spezialisiert. Sie schließen Verträge mit einjähriger Vertragslaufzeit ab, kassieren den Wechselbonus und wechseln dann zum nächsten Versorger.
Ein wichtiger Punkt sind Kautionen, die von etlichen kleinen Anbietern bei Vertragsabschluss verlangt werden. Im Fall seiner Insolvenz gehen diese Kautionen fast immer verloren.

Es lohnt sich aber auch, beim Stromvergleich der Stromanbieter seinen bisherigen Versorger rechtzeitig vor Ablauf der Vertragslaufzeit anzufragen, ob er die Vertragstreue mit einem Nachlass honoriert.

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